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Die Narren des Kreises zeigen Herz für Kinder
Karneval: 13 Vereine wirken mit bei »Best of Fassenacht« und spenden für GPR-Kinderstation

Am 12. November (Freitag) kommt es in der Stadthalle Groß-Gerau zur Neuauflage eines Karnevalsklassikers: »Best of Fassenacht« bringt einen Tag nach dem Beginn der närrischen Zeit 13 Karnevalsvereine aus dem Kreis auf die Bühne. Schirmherr ist Landrat Thomas Will. Zu den Höhepunkten zählen der Auftritt von Gaby Elsener - besser bekannt als Büttenrednerin »Apollonia -, aber auch ein Männerballett und die Gruppe »Modern Banking« der Karnevalgesellschaft der Kreissparkasse.

»Das hat es in Groß-Gerau noch nicht gegeben«, sagt stolz der Sitzungspräsident Hans J. Wieschollek, zugleich Abteilungsdirektor der Kreissparkasse. In ganz Deutschland finde man wohl keine Karnevalsveranstaltung, bei der sich 13 Vereine die Bühne teilen. Neben den Gastgebern vom Carneval-Verein Groß-Gerau ist mit Vertretern aus Astheim, Büttelborn, Bischofsheim, Bauschheim, Raunheim, Nauheim und Rüsselsheim ein großer Teil des Kreises vertreten.

Dass die Narren neben frechem Mundwerk ein großes Herz besitzen, zeigt sich am Ziel des bunten Abends: Der Großteil des Erlöses wird der Kinderstation des GPR-Klinikums in Rüsselsheim gespendet. Diese Kooperation gibt es schon seit Anfang der neunziger Jahre. Der damalige Sitzungspräsident des Carneval-Clubs Raunheim, Willi Wirth, versammelte sechs Narrenvereine aus dem Kreis zur ersten Benefiz- und Spaßveranstaltung. Vor ein paar Jahren flaute das Interesse der Vereine etwas ab, 2008 kam allerdings ein neuer Club dazu und die Kreissparkasse stieg als Sponsor wieder ein.

Mario Berwald ist Kinderarzt am GPR-Klinikum, außerdem aktiv im Astheimer Carneval Ausschuss. Sogar als Prinz wurde er dort schon gekürt. Vom Nutzen der Narretei für soziale Zwecke berichtet er: »Aus dem Erlös des vergangenen Jahrs haben wir ein Puls-Oxymeter angeschafft. Das misst bei Neugeborenen zwischen dem ersten und zweiten Lebenstag den Sauerstoffgehalt im Blut.« Und zwar ohne Nadel, was für den Baby-Organismus eine große Entlastung bedeute. Bei zu niedrigen Werten wird dann gleich auf eventuelle Herzfehler untersucht. »Seit drei Monaten ist das Gerät im Einsatz, in der Zeit konnten wir schon zwei Kinder rausfiltern«, sagt Berwald.

In der Hoffnung auf ähnlich viel Geld wie die 4500 Euro im Jahr 2009 plant Berwald die Anschaffung eines Blitz-Bilimeters. Es misst an der Haut den Bilirubin-Wert, womit eine sogenannte Neugeborenen-Gelbsucht erkannt werden kann. Die Analyse ist schneller als eine Blutuntersuchung im Labor und erspart wieder einen Nadelstich. Gäbe es die Spende der Faschingsleute nicht, würde das Gerät wohl nicht gekauft, sagt Berwald, denn zum medizinisch unbedingt Notwendigen zählt es nicht.

Vorverkauf

Eintrittskarten gibt es für elf Euro in allen Filialen der Kreissparkasse Groß-Gerau.

Rüsselsheimer Echo
vom 21.10.2010


Narren spenden an Kinderklinik
BENEFIZVERANSTALTUNG 13 Vereine beteiligen sich an Neuauflage von „Best of Fassenacht“

Im Herzen der Kreisstadt gibt es am Freitag, 12. November, die Neuauflage von „Best of Fassenacht“. Dann werden wieder - in einer für Deutschland wohl einmaligen Veranstaltung - 13 Fastnachtsvereine aus dem Kreis Groß-Gerau ihre besten Programmpunkt zugunsten der Kinderstation im GPR-Klinikum Rüsselsheim auf die Bühne der Groß-Gerauer Stadthalle bringen. Gastgeber ist der Carneval-Verein Groß-Gerau.

Die Verantwortlichen der Karnevalvereine haben bereits eindrucksvoll bewiesen, dass die „Narren im Kreis Groß-Gerau“ ein Herz für Kinder besitzen. Landrat Thomas Will hat die Schirmherrschaft übernommen. Die Kreissparkasse GG, die selbst einen erfolgreichen Karnevalverein mit mehr als 250 Mitgliedern hat, unterstützt die gute Sache nicht nur mit einem Programmpunkt, sondern hat auch den Kartenvorverkauf übernommen. Ab sofort können in allen Geschäftsstellen die Karten für elf Euro erworben werden.

„Apollonia“ wird einer der Höhepunkte

Einer der Programmhöhepunkte wird sicher „Apollonia“ alias Gaby Elsener werden. Die Besucher können sich auf ein abwechslungsreiches, rund fünfstündiges Programm freuen. Tanzgruppen und Solotänzerinnen wechseln sich mit Männerballett und Gesangsgruppen ab. Natürlich fehlen auch die Redner nicht, mit dabei sind unter anderem Stefan Orf und Gerd Hassler. Den Abschluss bildet kurz nach Mitternacht die Überreichung des Spendenschecks an die GPR-Kinderstation durch die Präsidenten aller 13 teilnehmenden Vereine, wie Hans J. Wieschollek erklärte.

Wie wichtig die Veranstaltung, die aus der „Närrischen Generalversammlung“ entstanden ist, für die Kinderklinik ist, erläuterte Kinderarzt Dr. Mario Berwald. Der Mediziner konnte als zweifacher Fachmann berichten, ist er doch beim ACA Astheim aktiv, war dort auch schon Prinz.

Von der Spende des Vorjahres in Höhe von 4 500 Euro wurde vor Kurzem ein „Puls-Oxymeter“ zur Messung der Sauerstoffkonzentration bei Neugeborenen angeschafft, so Berwald. Mit dem Gerät können bis zur 36. Lebensstunde schnell Hinweise auf mögliche Herzfehler erkannt werden. Das Gerät sei erst seit drei Monaten in Betrieb und es wurden bereits zwei Kinder herausgefiltert, erzählte Berwald.

Von der neuen Spende möchte die Kinderklinik ein „Blitz-Billimeter“ zur Kontrolle der Blutwerte bei Neugeborenen anschaffen. Mit dem Gerät kann über die Haut der Blutwert gemessen werden, um eine Gelbsuchtbehandlung einzuleiten. Den Säuglingen muss dabei kein Blut für eine Untersuchung entnommen werden, erläuterte der Kinderarzt.

Das Spendengeld sei für die Kinderklinik wichtig, da nur so Extrageräte angeschafft werden könnten. Die Geräte seien für die medizinische Versorgung nicht unbedingt erforderlich, erhöhten aber den Komfort für die Patienten, wie Berwald am Beispiel des „Puls-Oxymeters“ deutlich machen konnte.

Allgemeine Zeitung (dev)
vom 20.10.2010


Sechs Jahre Kampf zahlen sich aus
ACA-HALLE Einweihung des Gemeinschaftsprojektes mit buntem Kinderfest und Disco-Party

Die ACA-Wagenhalle erhielt auch kirchlichen Segen. Foto: Detlef Volk

„Die Halle hat uns nicht nur viel Geld, sondern auch viel Nerven gekostet.“ Hans-Joachim Finger, Vorsitzender des Astheimer Carneval-Ausschusses (ACA) war sichtlich erleichtert, als er am Samstag die neue Wagenhalle offiziell einweihen konnte. Dafür wurde sogar kirchlicher Beistand geholt.

Mit einem Fest für Mitglieder, Freunde und Bekannte hatte der ACA am Nachmittag begonnen. Die Kinder konnten in einer Hüpfburg herumtollen, in der Halle sorgte ein großes Kuchenbuffet für Stärkung.

Gegen Abend wurde dann bei kühlen Getränken und Discomusik noch Party gefeiert. In der 17,5 auf elf Meter großen Halle sollen die Umzugswagen des ACA sowie weitere Ausrüstungsgegenstände für Fastnacht untergebracht werden. Die Hauptsponsoren sind auf einer Tafel an der Halle verewigt und die ersten Gegenstände waren bereits in der Halle aufgestellt: Alle Schilder mit den Namen der Prinzenpaare seit 1950 waren an der Wand aufgereiht.

Finger betonte die Verbundenheit zur Kirche, als Pfarrer Philipp Haubrich die Halle segnete. So richtig wollten die Besucher zwar nicht beim Gebet mitmachen, was den Pfarrer aber nicht störte. Und auch die Gemeinde habe den Verein mit dem Grundstück unterstützt. Dafür musste allerdings sechs Jahre gekämpft werden, erinnerte er. Mit Blick auf die fröhlich feiernden Besucher scherzte er, „jetzt brauchen wir nur noch eine Halle, in der wir die Wagen unterstellen können!“

Bürgermeister Jürgen Arnold (parteilos) lobte den Hallenbau als großes Gemeinschaftsprojekt. Damit zeige der ACA, nicht nur Fastnacht feiern, sondern auch eine Halle bauen zu können.

Main-Spitze (dev)
vom 28.09.2010


Der ganze Stolz ist 18 Meter lang
Vereine: Der ACA hat endlich eine eigene Wagenhalle - Einweihung erfolgt in Zivil, schließlich hat die neue Kampagne noch nicht begonnen - Viele Handwerker aus den eigenen Reihen

Der ganze Stolz des Astheimer Carneval Ausschusses (ACA) ist 18 Meter lang, zehn Meter breit, viereinhalb Meter hoch und hat ein Fundament aus Betonplatten: die Wagenhalle am Brückenweg. Am Samstag weihte der ACA den Bau, der seit etwa drei Monaten die fünf vereinseigenen Fastnachtswagen beherbergt, offiziell ein.

Die Hälfte der Kosten von gut 50 000 Euro habe der Verein über einen Kredit finanziert, erklärte Vorsitzender Hans-Joachim Finger. 35 Sponsoren, die Geld gespendet hatten, bekamen eine »Urkunde zur Erinnerung an den Bau der ACA Wagenhalle im Jahr 2010« überreicht. An einer Ehrentafel am Eingang der Halle werden zudem 25 Namen genannt, die mindestens 111 Euro oder auch Sach- und Arbeitsleistungen beigesteuert haben.

»Es ist ein Glück, dass wir so viele Handwerker in den eigenen Reihen haben und Sponsoren gefunden haben, die uns unterstützt haben«, hieß es. Auch die Einnahmen aus dem Verkauf von Kuchen, Getränken und Würstchen während der Einweihungsfeier kommen der Halle zugute, erklärte der Vorsitzende. Zusätzlich müssten laufende Kosten gedeckt werden, und für die neue Kampagne müsse die Komitee-Bühne erneuert werden.

Vor sechs oder sieben Jahren habe der ACA bei der Gemeinde nach einem Grundstück angefragt. Vergangenes Jahr sei dann der Platz im Brückenweg, auf dem langfristig auch der Wertstoffhof der Gemeinde untergebracht werden soll, ausgewählt worden. Nach der »schnellen und unbürokratischen« Baugenehmigung haben die Fastnachter im Oktober 2009 mit der Arbeit begonnen. Pech hätten sie gehabt, weil der Lieferant der Halle im November in Insolvenz ging.

»Das hat uns Nerven gekostet. Wir mussten umdisponieren, haben es aber über die Bühne gekriegt«, sagte der Vorsitzende, der wie die zahlreichen Besucher auch in Zivil erschien. »Der 11.11. und damit die nächste Kampagne kommt erst«, erklärte er.

Bevor DJ Frank Fordon aus Rüsselsheim loslegte und bis in den Abend aufspielte, segnete Pfarrer Philipp Haubrich aus Riedstadt die Halle ein. »Die gelbe Fahne in unserer Fastnachtsfahne ist die Kirchenfarbe«, erklärte Finger die Verbindung der Fastnacht zur Kirche. Die weiteren Farben - blau, weiß und rot - stünden für die französische Flagge und erinnerten an die Besetzung der Stadt Mainz.

Rüsselsheimer Echo (go)
vom 28.09.2010


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